Natuerlich hat die heutige Seefahrt nicht mehr viel mit der Romantik der Segel- und Dampfschiffahrt der vergangenen Jahrhunderte zu tun. Ich kenne die Seefahrt aus der Zeit als ich in den 80er Jahren auf 6 verschiedenen Massengutfrachtern arbeitete. Als ich 1980 das erste mal auf einem Schiff anheuerte, sagten mir die "alten" Seeleute, dass ich mindestens 10 Jahre zu spaet zur See fahre. Das selbe hat man ihnen wohl auch gesagt, als sie das erste mal Anheuerten.
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In der Zeit der Segelschiffahrt konnten die Strapazen auf hoher See je nach Wetterlage und Proviantvorrat unmenschlich sein. Es herrschte immer ein strenges Regime an Bord. Bei Ungehorsamkeit wurden harte Strafen ausgeprochen, die bis zum Tod führen konnten. Der Kapitaen hatte uneingeschraenkte Vollmachten an Bord. Doch an Land konnten sich die Seeleute austoben. Und es entstanden viele Sagen und Lieder von Romantischen Begegnungen auf traumhaften Inseln und von fremden Laendern. |
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Die Dampfschifffahrt verkuerzte die Zeit auf hoher See markant, und die Arbeiten an Bord aenderten sich grundlegend. Es brauchte Heizer, Mechaniker, Elektriker. Die Matrosen klopften jetzt Rost auf den Stahlschiffen und bemalten die Stellen mit Farbe. Die Liegezeiten im Hafen verkürzten sich dank immer grösseren Entladekranen. Aber in den Hafenrevieren war immer viel los.
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Seit der Einführung der See Container ist alles viel groesser, moderner, schneller und hektischer geworden. So schnell wie die Reeder ihre Schiffe modernisieren, so schnell werden weltweit die Hafenanlagen ausgebaut und auf Effizienz getrimmt. Computerdaten bestimmen den Arbeits Alltag auf dem Schiff. Es sind noch etwa 15 bis 20 Leute an Bord. Im Hafenrevier ist nichts mehr los, alles nur noch sterile Industrie. 1 Stunde Autofahrt vom Hafen in die Stadt oder Ortschaft ist fast schon normal. Die viel besungene Semannsromantik ist definitiv vorbei. |